„Der Taumel entkräftigt die Entscheidungsfrage.“

Der Pina-Bausch-Freundeskreis Solingen e.V. auf den Lebensspuren von Pina Bausch (von links): Dr. Peter Schmiegelow (2. Vors.), Prof. Tilman Allert (Soziologe und Biograph), Anne Grafweg (1. Vors.) und Geschichtslehrer Falko Kordt (FALS), der seine Schülerinnen und Schüler motivierte, im Stadtarchiv nach Schriftstücken und Material über Pina Bausch zu suchen, das nun gebündelt in einer Recherchebroschüre vorliegt

Wer Pina Bauschs Tanztheater je auf der Bühne tanzen sah, wird diesem Satz von Prof. Tilman Allert von der Goethe-Universität in Frankfurt nicht widersprechen können. Tilman Allert folgte einer Einladung des Pina-Bausch-Freundeskreises nach Solingen und beleuchtete als Soziologe und Biograph die Kindheit der berühmten Tochter Solingens, deren Wirken und Tanz er als „charismatisch geballt“ bezeichnete. Ihre Kindheit im Wirtshaus, wo sie sich abends – anstatt ins Bett zu gehen – heimlich unterm Tisch versteckte und die Welt als Sammlung von Tisch-, Stuhl- und Menschenbeinen betrachtete, prägten sie ebenso, wie die über den Tischen erzählten kleinen und großen menschlichen Katastrophen.

Im Anschluss an den überaus interessanten Vortrag im Steakhaus am Wasserturm waren die rund 30 Gäste zu mediterranen Vorspeisen eingeladen und sprachen angeregt in kleiner Runde weiter. Professor Allert arbeitet an einer Biographie über Pina Bausch und wäre erfreut, wenn er mit Solinger Zeitzeugen der Tänzerin ins Gespräch käme. Der Freundeskreis vermittelt gerne den Kontakt.

Claudia Elsner-Overberg

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